Wer will gärtnern am Blauen Hut – Astrid Eichelroth organisiert am Samstag, 28. März, einen Arbeitseinsatz.
Er ist ein echtes Kleinod unter den Burgen, der Weinheimer Heilkräutergarten. Seit über 30 Jahren ist der Garten auf den Terrassen am Blauen Hut ein Naturerlebnis und ein Anziehungspunkt für Menschen, die sich für Gärten interessieren und auf Heilkräuter schwören. Aber in einem solchen Garten steckt viel Arbeit.
Zwar verfügt Gartenleiterin Astrid Eichelroth über ein kleines Team von Helferinnen und Helfern, aber im Frühjahr braucht der Garten mindestens einen großen Helfertag. Dieser wird jetzt am Samstag, 28. März, im Rahmen der Aktion „Weinheim räumt auf“ angeboten – von 10 Uhr bis 14 Uhr, allerdings nur, wenn es nicht regnet.
Helfen im Heilkräutergarten ist immer eine Lehrstunde, denn Astrid Eichelroth, die den Garten von Anfang an betreut, kann wertvolle Hinweise geben, sowohl zu den Heilkräutern und ihrer Wirkung, als auch zur Verarbeitung in Salben, Tees und Tinkturen.
Für einen kleinen Snack beim Helfereinsatz ist gesorgt. Das übliche Gartenwerkzeug sollten die Helfer allerdings mitbringen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Am Sonntag, 3. Mai bietet Astrid Eichelroth die erste Führung für dieses Jahr an, dann den Sommer über wieder jeden ersten Sonntag im Monat, jeweils um 11 Uhr und kostenlos.
Zu jeder Jahreszeit hat der Garten auf den Terrassen des Weinheimer Schlossparks seinen Charme – samt seiner gesundheitsfördernden Wirkungen. Im Juni 1995 wurde er eröffnet, seither gehört er zu den besonderen touristischen Attraktionen Weinheims.
Der Weinheimer-Heilkräutergarten hat eine einzigartige Besonderheit: Die Beete sind nach der heilenden Wirkung der Pflanzen eingeteilt. So gibt es ein Herz-Kreislauf-Beet, ein Leber-Galle-Beet und zum Beispiel ein „Herz-Lunge“-Beet. Und darin gedeiht zum Beispiel im Sommer der „Natternkopf“, dessen Tee gegen Husten, Fieber und Erkältung hilft. Es gibt sogar eine Pflanzung gegen „Frauenleiden“; ein Schildchen mit „Männerschnupfen“ hat sich die Chefgärtnerin bislang „verkniffen“.
Im Frühjahr und im Frühsommer sind es Waldmeister und Wiesenmargeriten, bestens geeignet für Tee und eine frühlingsfröhliche Bowle. Im Herbst, wenn mit der kalten Jahreszeit Husten und Schnupfen drohen, blühen der Sonnenhut und die Ballonblume, aber auch die Immortelle („Die Unsterbliche“), die in Weinheim als „Silber-Immortelle“ gedeiht. Ein Tee oder eine Tinktur aus ihren Blüten wirkt schleimlösend und
atembefreiend. Aber natürlich lohnt sich ein Besuch des Heilpflanzengartens auch jederzeit auf eigene Faust, die Beete und Pflanzen sind beschriftet und je nach Wirkung beschrieben. Der Zugang zum Weinheimer Schlosspark ist das ganze Jahr über tagsüber kostenfrei möglich.
(Pressemitteilung der Stadt Weinheim, 23. März 2026)






































